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DER KULTURSPIEGEL
Das Nationaltheater aus Uzice hatte großen
Erfolg auf dem Theaterfestival in Venedig. Beogradsko Dramkso Pozoriste
– das Belgrader Drama Theater, hatte gleichfalls einen sehr
bemerkenswerten Auftritt in Albanien. Aleksandra Pejic, Schülerin aus
Nis, Trägerin mehrerer Auszeichnungen auf dem Festival des Kurzfilms in
Bosnien-Herzegowina.
Ein Beitrag von Milena Gluvacevic.
Das Nationaltheater aus Uzica erzielte mit der
Vorstellung „Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni großen
Erfolg auf dem 39. Theaterfestival in Venedig. Mit einem langen Applaus
belohnte das Publikum die Theatertruppe aus Serbien für die Aufführung
des Stücks dieses berühmten italienischen Dichters, dem auch die
Biennale in Venedig gewidmet ist. Der Regisseur ist Andree Paciotto aus
Italien, den die Personen aus Goldonis Text inspiriert haben, das Stück
in einen Balkanrahmen aufzustellen. Diese Komödie aus dem 18. Jh.
bringt uns eine Geschichte über die existentielle, geschäftliche und
emotionale Unsicherheit. Die Biennale in Venedig dauert bis zum 29. Juli
und in deren Rahmen wurde zum ersten Mal ein Camp für Studenten aus
europäischen und mediterranen Ländern organisiert.
Das Belgrader Drama Theater führte die „Kleine
Trilogie des Todes" der österreichischen Nobelpreisträgerin
Elfrieda Jelinek in der Regie von Nebosja Bradic auf dem Festival im
antiken Amphitheater Butrinti in Albanien auf. Dieses Stück ist ein
Drama über den Tod der Kunst, des Theaters und der Kultur allgemein.
Das ist ein poetisches Bild einer Zivilisation, wo es keinen Platz für
humanistisches Denken gibt. Hier werden das Gute und Böse, Liebe und
Hass, das Schöne und das Grässliche entzweit und dann wieder in dem
endgültigen Bild des Todes vereint. Diese Vorstellung, in der viele
bekannte serbische Schauspieler spielen, wurde letztes Jahr in Istanbul
aufgeführt und im September nimmt sie am Festival in Skopje teil.
Aleksandra Pejic, Teilnehmerin des Gymnasiums aus
Nis, wurde auf dem internationalen Kurzfilmfestival in der Stadt Stoce,
in Bosnien-Herzegowina, preisgekrönt. Für den Film „Puzzle",
der über die Liebe zweier jungen Menschen spricht, bekam Aleksandra
neben dem Preis für den besten Film auch die Sonderauszeichnung der
Festivaljury, für den besten Autor, und den jüngsten Künstler auf dem
Gebiet der Kinematographie. An dieser Veranstaltung nahmen über hundert
Autoren aus der ganzen Welt teil, was den Erfolg dieser jungen Dame noch
bedeutender macht.
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